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Pflanze des Monats: Pfefferminze

Pfefferminze

Jeder kennt sie, (fast) jeder mag sie: Die Pfefferminze, oder Mentha piperita. Frisch, menthol-pfefferig und zu finden in allem von Zahncreme über Schokolade bis in die Medizin. Die Pfefferminze ist nicht ohne Grund ein Multitalent. Schon seit Jahrtausenden ist die Heilwirkung und der einzigartige Geschmack der Pfefferminze bekannt. Sie gehört zu den Lippenblütlern (wie beispielsweise auch Salbei und Lavendel) und stammt aus der grossen Familie der Minzen. Sie ist ein natürlich entstandener Hybrid, also eine Kreuzung, aus Bachminze (Mentha antiqua) und Grüner Minze (Mentha spicata). Sie ist robust, frosthart und wächst auch wild in vielen Gärten unserer Breitengrade. Je nach Tageslicht am Wuchsort bleibt sie entweder im Schatten niedriger und bildet Ausläufer, oder wächst bei viel Licht hoch und blüht in kleinen, blau-lila farbenen Blütenständen.

Traditionell wird Pfefferminze eingesetzt bei Beschwerden des Verdauungstraktes, Kopfschmerzen und Erkrankungen der Atemwege. Im Unterschied zu anderen Minzsorten enthält Pfefferminze viel Menthol und Ätherisches Öl, welche für einen Grossteil der Heilwirkung verantwortlich ist. Zerreibt man Pfefferminzblätter mit den Fingern, tritt sofort der starke, unverkennbare Duft hervor. Er macht spürbar, welche Kraft dem Öl als Arznei innewohnt.

Wer einen halbschattigen Platz mit viel Lichteinfall im Garten oder auf der Fensterbank hat, kann sich nach der Anpflanzung von Pfefferminze wahrscheinlich für immer über genügend Ernte erfreuen. Die ausdauernde, pflegeleichte Staude benötigt nicht viel Aufmerksamkeit und verbreitet sich recht selbstbewusst. Ernten Sie die Blätter und Triebspitzen; sie können sie frisch verwenden, schonend trocknen oder als Heilöl bzw. Tinktur ansetzen. So profitieren Sie das ganze Jahr lang von der starken Alltagshelferin der Hausapotheke.

Aufgrund der besonderen Tatsache, dass die Pfefferminze eine Kreuzung mit einer Kreuzung besteht, bilden die Blüten der Pfefferminze keine Samen. Aus diesem Grund ist die Vermehrung von Pfefferminze nur über Stecklinge und Ableger möglich. Dies ist allerdings recht einfach und gelingt in der Regel gut.

Im Sommer ist die Vermehrung über Stecklinge sinnvoll. Schneiden Sie dafür 5-10cm lange Spitzen mit Trieben von der Mutterpflanze ab und lassen Sie sie in Wasser stehen, z.B. in einer Vase. Sorgen Sie stets für frisches Wasser und spülen Sie auch die im Wasser stehenden Bereiche ab, um Keimbefall zu vermeiden. Sobald die sich neu bildenden Wurzeln ebenfalls 5-10cm erreicht haben, können sie gepflanzt werden. Die Vermehrung durch Ableger geschieht im Herbst, indem Sie einen Trieb mit Wurzeln vom Rest des Strauchs trennen und gleich woanders einpflanzen.

Der höchste Mentholgehalt befindet sich übrigens in den grösseren, älteren Blättern.

 

Wofür ist Pfefferminze gut?

Pfefferminze ist sehr bekömmlich und wird gern – oft mit Honig oder Zitrone verfeinert – als Genusstee getrunken. Die kühlende und erfrischende Wahrnehmung des Getränks des enthaltenden Menthols zu verdanken, dem Wirkstoff, der auch für die vielen gesunden und gesundheitsfördernden Effekte verantwortlich ist. Pfefferminze lässt uns aufatmen, sie wirkt reinigend, klärend, befreiend und anregend.

Das Kraut wirkt antibakteriell, antimikrobiell und antiviral, zudem löst es Schleim und hilft so dem Abtransport von Krankheitserregern aus unserem Organismus. Diese Eigenschaften kommen uns bei Erkältungen, Grippe und anderen Atemwegserkrankungen wie Husten oder Bronchitis zugute.

Pfefferminze wirkt schmerzlindernd und krampflösend, was es zu einem bewährten und probaten Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden macht. Sie kann dabei helfen, die Muskulatur des Magens und der Därme zu beruhigen und Keimbefall einzudämmen und lindert so Völlegefühl, Blähungen, Krämpfe und Übelkeit. Bei Reizdarm oder häufigen Problemen des Magen-Darm-Traktes kann eine mehrwöchige Kur mit Ätherischem Pfefferminzöl oder Kapseln, welche sich erst im Darmauflösen, Linderung schaffen; besprechen Sie Ihre Optionen bitte mit einer medizinischen Fachperson. Bei Menschen, denen Stress auf dem Magen schlägt kann die beruhigende Wirkung von Pfefferminztee ebenfalls Symptome lindern. Pfefferminze besitzt auch die Fähigkeit, die Produktion von Magen- und Gallensaft zu fördern und kann so die optimale Verdauung unterstützen.

Die beruhigende, krampflösende Wirkung der Pfefferminze lässt sich auch bei überbeanspruchter Muskulatur, Gelenk- und Nervenschmerzen entfalten, indem eine Salbe oder ein Massageöl mit ätherischem Pfefferminzöl auf die Haut aufgetragen und einmassiert wird.

Spannungskopfschmerzen sind ein häufiges Übel in unserer Gesellschaft. Es gibt kaum jemand, der nicht schon einmal davon heimgesucht wurde. Wer sich bei einem Anfall von Kopfschmerzen eine ruhige Auszeit gönnen kann und Pfefferminzöl auf die Schläfen träufelt, darf eine ähnliche Linderung erwarten, wie die Einnahme einer Dosis handelsüblicher Analgetika wie Paracetamol1.

Auch in Bezug auf Migräne konnte Pfefferminzöl zumindest eine unterstützende Wirkung festgestellt werden. Immerhin knapp 40% der Betroffenen in einer Studie berichteten von einer Linderung der Schmerzen und Begleitsymptome der Migräne2

Im Frühstadium eines Ausbruchs von Herpes simplex Viren ist Pfefferminzöl sehr effektiv in der Bekämpfung, so dass Lippenbläschen gar nicht erst entstehen3.

Bei irritierter Haut, z.B. durch Insektenstiche oder Sonnenbrand, können die kühlenden Eigenschaften der Pfefferminze die Beschwerden lindern. Dazu tragen sie mit einem Wattepad oder -bausch etwas kalten Pfefferminztee auf die gereizten Hautstellen.

 

Was ist drin?

Wenn wir über die Heilwirkung der Pfefferminze sprechen, geht es dabei neben Flavonoiden, Bitter- und Gerbstoffen vor allem um das ätherische Öl und das darin enthaltene Menthol. Nicht nur das frische, pfefferige Aroma ist ihm zuzuschreiben, sondern ebenfalls die wichtigen antibakteriellen, antiviralen, schleimlösenden und kühlenden Eigenschaften sowie die Beruhigung bei Krämpfen und Schmerzen.

 

Anwendung von Pfefferminze:

Die Höhe des Mentholgehaltes ist, vereinfacht gesagt, praktisch gleichzusetzen ist mit der Heilwirkung der Pfefferminzpflanze. Als medizinisch wirksame Dosis gilt der Richtwert von 1.2% ätherischem Öl, welches in den Pfefferminzblättern enthalten sein muss. Leider erreichen die üblich erhältlichen, frischen Pflanzen oft nicht diesen Mentholgehalt, sondern liegen oft deutlich darunter. Während also für einige einfachere Anwendungen ein starker Pfefferminztee ausreichen kann, könnte bei anderen Beschwerden eine (unterstützende) Behandlung mit Kapseln oder reinem ätherischen Pfefferminzöl erfolgen.

Hinweis: Ätherisches Öl Pfefferminze ist sehr stark und kann bei sensiblen Menschen Hautirritationen hervorrufen. Es darf nicht unverdünnt auf der Haut angewendet werden, sondern sollte stets mit Wasser oder einem Trägeröl vermischt werden.

Tee Geben Sie einen Esslöffel getrockneter oder frischer Pfefferminzblätter in ein Glas und übergiessen sie mit heissem Wasser. Lassen Sie den Pfefferminztee bis zu 10 Minuten bedeckt ziehen, damit das wertvolle ätherische Öl sich nicht mit dem steigenden Wasserdampf verflüchtigt. Trinken Sie 1-3 Tassen pro Tag. Bei Hautreizungen kann die Haut mehrmals täglich mit kaltem Pfefferminztee behandelt werden; auch als milde Mundspülung leistet kalter Pfefferminztee ganze Arbeit.

Tinktur Eine Tinktur ist ein Mittel, in dem die Wirkstoffe mithilfe von Alkohol aus einer Pflanze extrahiert werden. Tinkturen zu erstellen ist sehr einfach, zudem sind sie sehr lange haltbar, man benötigt allerdings etwas Zeit. In unserem Blogbeitrag zum Thema Mundspülung beschreiben wir Schritt für Schritt, wie eine Tinktur herzustellen ist:

→ Tinktur selbst herstellen

Inhalation Bei der Inhalation werden die Wirkstoffe durch die Atemwege in den Körper gebracht, ideal ist diese Methode daher für Atemwegsbeschwerden und -erkrankungen. Eine mildere Inhalation wird mit Pfefferminztee erreicht, eine stärkere Inhalation erfolgt mit ätherischem Öl. Geben Sie also entweder einen Esslöffel Pfefferminzblätter oder einige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl in eine Schüssel mit heissem Wasser. Beugen Sie sich über die Schüssel und legen sich ein Handtuch um, dass sowohl ihren Kopf sowie die Schüssel so abdeckt, dass die Dämpfe eingeatmet werden können und nicht in die Umgebungsluft entweichen. Atmen Sie so 10-15 Minuten lang die Pfefferminz-Wirkstoffe ein.

Die Anwendung sollte bei Babys, Kleinkindern, sensiblen Menschen und Schwangeren nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Bad Ein Bad mit ätherischem Pfefferminzöl kann eine Wohltat für schmerzende Glieder sein. Geben Sie einige Tropfen ätherisches Öl in die Badewanne und geniessen Sie sie 15 Minuten lang das wohltuende Bad. Sie können grundsätzlich beliebig viele Tropfen verwenden, tasten Sie sich jedoch lieber in 10er Schritten voran.

Salbe Um eine Pfefferminz-Salbe herzustellen vermischen Sie nur etwas ätherisches Öl mit einem Trägeröl. Ideal als Träger ist ein Öl mit hautfreundlichen Eigenschaften, dass sie gut verteilen lässt und schnell einzieht, z.b. Sheabutter oder unsere Salbengrundlage. Vermischen Sie wenige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl in ca 20ml Träger und reiben Sie die schmerzenden Stellen gut ein, bis die Salbe in die Haut eingezogen ist.

→ Pfefferminzsalbe selbst herstellen? Wir zeigen Ihnen, wie.

Öl

Ein Öl mit der Heilwirkung der Pfefferminze lässt sich leicht selbst herstellen. Sie benötigen nur ein Trägeröl, frische oder getrocknete Pfefferminzblätter und etwas Zeit.

→ Heil-Öl selbstgemacht: So geht's.

 


 Dieser Blogbeitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden verspüren, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson. Bei Fragen oder Anregungen sind wir gern für Sie da:

Abderhalden Drogerie AG
Bahnhofstrasse 9
9630 Wattwil
Tel. 071 988 13 12
info@abderhaldendrogerie.ch
www.abderhaldendrogerie.ch

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Mo        13.00-18.30
Di-Fr     08.00-18.30  durchgehend
Sa         08.00-16.00  durchgehend


Quellen:

1 https://link.springer.com/article/10.1007/s001150050040

2 https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1742-1241.2009.02215.x

3 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/13678235/

 

 

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