Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Gratis Versand ab CHF 60 & schnelle Lieferung
Beratung unter: Tel. 071 988 13 12
Ringelblume

Ringelblume

Die Alleskönnerin wenn es um kleine Wunden, Schürfungen und Hautreizungen geht. Die Ringelblume wird nicht nur seit langer Zeit in der traditionellen Volksmedizin eingesetzt, es existieren inzwischen Studien, die ihre Wirkungen belegen. 

Die Ringelblume (Calendula officinalis) war das Symbol der aztekischen Liebesgöttin Xochiquetzal. Sie ist die Schutzherrin der Ehe, der Magie und der Kunst. Anhand der Ringelblume lehrte sie ihr Volk die Botschaft vom ewigen Kreislauf des Lebens: vom Samen zum blättrigen Stängel, vom Stängel zur Knospe, von der Knospe zur sich der Sonne öffnenden Blüte und von der Blüte zu den vertrocknenden (geringelten- daher der Name Ringelblume) Blütenblättern, die wieder Saatgut für das nächste Jahr sind. Womit sich der Kreislauf schliesst. Die Azteken erfuhren so vom Fluss des unendlichen Lebens und der wechselseitigen Verbundenheit aller Dinge. Die Ringelblume wurde vermutlich auch im antiken Griechenland als Heilpflanze genutzt. In seiner Schrift „De Materia Medica“ erwähnt Dioskurides eine Pflanze mit dem Namen klymenon, bei der es sich der Beschreibung nach um die Ringelblume handeln könnte. Sie wurde zur Behandlung von Verletzungen und Brandwunden verwendet. Er empfahl den Saft der als klymenon bezeichnten Pflanze wegen seiner zusammenziehenden Wirkung bei Nasenbluten, Magenbeschwerden und Wunden. Im antiken Rom wurde eine Pflanze mit dem Namen Caltha flaventia lumina zur Behandlung von Verletzungen verwendet, bei der es sich ebenfalls um die Ringelblume handeln dürfte. Auch Hildegard von Bingen schreibt von der Ringelblume, als „Ringella“.

Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, findet man die Ringelblume heute in Europa, Westasien, Grossbritannien und den USA. Sie gehört, wie eine Reihe anderer wichtiger Heilpflanzen, zu den Korbblütler. Auch Arnika, die „grosse Schwester“ der Ringelblume, sowie KamilleLöwenzahnSchafgarbe, Sonnenhut, MariendistelWermut und Beifuss gehören zu dieser Familie.

Der Beiname “officinales” weist Calendula als traditionelle Apothekerpflanze aus. «Ringelblume» bezieht sich auf die etwas schräg aussehenden, geringelten Samen mit kleinen Zacken. Calendula ist auch bekannt als Goldrose, Sonnenwendblume oder Ringelrose. Die Pflanze ist einjährig und wächst aufrecht bis zu 60cm hoch. Die gelb- bis tieforangefarbenen Zungenblüten blühen im (Spät-) Sommer von Juni bis September. Ausser der Blüten ist die Ringeblume eine rauhe Pflanze mit kantigem, behaartem Stängel und lanzettförmigen Blättern.

 

Wofür ist Ringelblume gut?

Die Ringelblume wird nicht nur seit langer Zeit in der traditionellen Volksmedizin eingesetzt, es existieren inzwischen Studien, die ihre Wirkungen belegen. Hauptsächlich wird Calendula eingesetzt bei Wunden und Entzündungen bei Haut und Schleimhäuten. Therapeutisch eingesetzt werden die Blüten, da sie über wundheilungsfördernde und leicht entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Diese keimtötenden, antimikrobiellen Wirkungen helfen bei Wunden, Kratzern, Quetschungen, Schwellungen, Entzündungen des Mundraums und Rachens(inkl. Zahnfleischentzündungen, Aphten), zur Säuglingspflege, bei Ausschlägen, Halsschmerzen, geschwollenen Lymphdrüsen, Geschwüren sowie Verbrennungen, Verbrühungen und Erfrierungen. Manche, vermutlich älteren Jahrgangs, erinnern sich vielleicht noch an die «Ringelblumenbutter», die in vielerlei Variationen bei Verletzungen zum Einsatz kam.

Einsatzbereiche für Calendula/Ringelblume

  • Wunden

  • Entzündungen

  • Ekzeme

  • Insektenstiche

  • Quetschungen

  • Erkrankungen des Mundraums, Rachens und Halses

  • Verbrennungen

  • Verbrühungen

  • Frostbeulen und Erfrierungen

  • Geschwüre, Ödeme

  • Krampflösend

  • Adstringierend (zusammenziehend)

  • Säuglingspflege

  • während des Stillens zur Brustpflege

  • Krämpfe (Magen-Darm oder während der Periode)

 

Welche Wirkstoffe hat die Ringelblume?

Therapeutisch interessant sind die Blüten der Ringelblume. Sie enthalten Triterpensaponine, Triterpenalkohole wie Faradiol, Carotinoide, wasserlösliche Zuckerstoffe und Flavonoide und ätherisches Öl mit alpha-Cadinol. Dieser Wirkstoffkomplex ist für die antientzündlichen und wundheilungsfördernden Effekte, denn sie wirken gegen Keime, Pilze und einige Viren. Traditionell wurden sie auch angewendet als Stimulator der körpereigenen Abwehrkräfte (Immunsystem) und gegen Tumore, hierfür fehlen allerdings bisher Nachweise der Wirksamkeit.

Anwendung von Ringelblume:

Die therapeutisch wertvollen Inhaltsstoffe der Ringelblume sind in erster Linie in den Blüten zu finden. Neben den oben genannten Wirkstoffen wirken diese gegen Keime, Pilze und einige Viren. Traditionell wurde die Ringelblume auch als Stimulator der körpereigenen Abwehrkräfte (Immunsystem) und zur Unterstützung der Heilung von Tumoren verwendet. Allerdings fehlen bisher wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit in Bezug auf Tumore.

Die Ringelblume findet auf verschiedene Weise sowohl äusserlich als auch innerlich Anwendung:

  • Äusserlich kann sie als Salbe, Creme, Tinktur oder Umschläge verwendet werden. Besonders beliebt ist das Ringelblumenblüten-Öl, das als Massage- oder Babyöl verwendet wird und in vielen pflegenden Kosmetika zu finden ist.

  • Innerlich wird Ringelblume in Form von Tee oder Gurgellösungen angewendet. Der Tee wird aus den Blüten hergestellt und ist hilfreich bei der Behandlung von Entzündungen der Schleimhäute im Hals, Mund und Rachen, bei Sodbrennen, Krämpfen des Verdauungssystems und während der Menstruation. Um den Tee zuzubereiten, übergiessen Sie 2 g Blüten mit 150 ml heissem Wasser und lassen ihn 7 bis 10 Minuten ziehen. Trinken Sie mehrere Tassen über den Tag verteilt.

  • Ringelblumen-Aufgüsse können auch äusserlich als Wickel verwendet werden, um Wunden, entzündete Haut, Ausschläge und Geschwüre zu behandeln. Tränken Sie dazu ein Baumwolltuch mit dem Aufguss und legen Sie es auf die betroffenen Hautstellen.

  • Tinktur: Für schwerwiegendere Fälle, wie schlecht heilende Wunden im Mundraum oder Geschwüre des Magen-Darm-Trakts, kann Ringelblume als Tinktur mit hochprozentigem Alkohol verwendet werden. Auch bei der Unterstützung der Entgiftungsorgane wie Leber, Nieren und Galle sowie zur Stärkung des Immunsystems kann die Tinktur hilfreich sein. Zur Herstellung einer Tinktur nehmen Sie 20 g Ringelblumenblüten und übergiessen sie mit 100 ml hochprozentigem Alkohol (idealerweise pharmazeutischer Alkohol mit 50-70%, aber auch ein günstiger Klarer aus dem Supermarkt mit 40% ist ausreichend). Lagern Sie die Mischung in einem dunklen Behälter und schütteln Sie sie täglich. Nach 2-3 Wochen können Sie die Tinktur verwenden, wobei sie für mehrere Jahre haltbar ist. Um die Tinktur anzuwenden, geben Sie 20 Tropfen in etwas Wasser und trinken Sie diese Mischung je nach Schweregrad der Beschwerden drei Mal täglich bis stündlich. Als Wickel können Sie die Tinktur mit Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf die betroffenen Hautstellen auftragen.

  • Ringelblumensalbe ist besonders nützlich bei Wunden, Ekzemen, Unterschenkelgeschwüren (z. B. bei Diabetes), Quetschungen, Hämatomen, Insektenstichen, Verbrennungen und Frostschäden. Sie kann auch bei der Hautpflege von Säuglingen und stillenden Frauen verwendet werden, z. B. bei wunden Brustwarzen.

Die Ringelblume ist eine vielseitige Heilpflanze, die in vielen Bereichen der Hautpflege und Heilbehandlung Anwendung findet. Von der äusseren Anwendung bei Wunden, Entzündungen und Hautreizungen bis zur inneren Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen bietet sie eine natürliche Unterstützung für Gesundheit und Wohlbefinden.

→ Heilendes Ringelblumenblütenöl selbst herstellen 

→ Ringelblumensalbe selbst herstellen 


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden verspüren, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson. Bei Fragen oder Anregungen sind wir gern für Sie da:


Abderhalden Drogerie AG
Bahnhofstrasse 9
9630 Wattwil
Tel. 071 988 13 12
info@abderhaldendrogerie.ch
www.abderhaldendrogerie.ch


Öffnungszeiten:
Mo 13.00-18.30
Di-Fr 08.00-18.30 durchgehend
Sa 08.00-16.00 durchgehend