Weihrauch
Boswellia serrata
Weihrauch ist das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes, von dem über 20 verschiedene Arten in den trockenen, wüstenartigen Gebieten Indiens, Ostafrikas und der arabischen Halbinsel gedeihen. Die Pflanze gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae).
Der Weihrauchbaum kann eine Höhe von bis zu 8 Metern erreichen und hat eine schmale Krone mit dicken, knorrigen Zweigen. Die Rinde ist grau bis braun und hat eine leicht abblätternde Struktur. Die Blätter sind unpaarig gefiedert und haben 5 bis 9 lanzettähnliche Blättchen. Die Blüten sind klein, weiss oder grünlich und duften angenehm.
Weihrauch wird seit der Antike von Menschen genutzt. Bereits im alten Ägypten wurde Weihrauch für rituelle Zwecke und als Heilmittel verwendet. Auch im antiken Griechenland und im Römischen Reich war Weihrauch ein beliebtes Räuchermittel.
Weihrauch wird in der Regel als Räucherwerk oder als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Für die Räucherung wird das Harz auf einer Kohle oder einem Räucherstövchen erhitzt und verbreitet dann seinen charakteristischen Duft. Als Nahrungsergänzungsmittel wird Weihrauch meist als Kapsel oder Tabletten angeboten.
Weihrauch enthält zahlreiche Wirkstoffe, darunter Boswelliasäuren und ätherische Öle. Die Boswelliasäuren sind für die entzündungshemmende Wirkung des Weihrauchs verantwortlich. Sie hemmen die Aktivität bestimmter Enzyme, die Entzündungen im Körper fördern können. Darüber hinaus haben die Boswelliasäuren auch antitumorale Eigenschaften und können das Wachstum von Krebszellen hemmen. Weihrauch wird eingesetzt bei Arthritis, Polyarthritis, Fibromyalgie und Polymyalgie. Des Weiteren kann Weihrauch auch Linderung bei entzündlichen Darm- und Hauterkrankungen bringen. Wirkt entzündungshemmend.
In der traditionellen Medizin wird Weihrauch seit Jahrhunderten zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis und Asthma. Es wird auch angenommen, dass Weihrauch bei der Behandlung von Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson hilfreich sein kann.
Die besten medizinisch verwendeten Qualitäten liefert der indische Weihrauch. Die westlich orientierte medizinische Weihrauchforschung ist noch jung, im Orient wird Weihrauch in der ayurvedischen Medizin aber schon sehr lange mit Erfolg eingesetzt. Dabei scheinen sich die guten Resultate der Weihrauchtherapie auch wissenschaftlich zu erhärten. Weihrauch hemmt die Bildung von sogenannten Entzündungsmediatoren, welche bei der Entstehung von Erkrankungen wie Polyarthritis, Asthma und gewissen entzündlichen Darmerkrankungen eine Verursacherrolle spielen. Dabei wirkt Weihrauch nicht spontan schmerzlindernd oder abschwellend, sondern hemmt mittelfristig die Entstehung von Entzündungen. Dies ist bei der therapeutischen Anwendung insofern zu beachten, als dass die Wirkung in der Regel erst nach circa 2 bis 4-wöchiger Anwendung eintritt.
Es gibt keine bekannten Nebenwirkungen bei normaler Anwendung von Weihrauch. In seltenen Fällen kann es jedoch zu Magen-Darm-Beschwerden oder allergischen Reaktionen kommen. Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen oder schwanger sind, sollten vor der Anwendung von Weihrauch Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt halten.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden verspüren, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson. Bei Fragen oder Anregungen sind wir gern für Sie da:
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