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Weidenröschen

Weidenröschen

Epilobii parviflorum herba.

Beim Weidenröschen handelt es sich um eine Pflanze aus der Familie der Nachtkerzengewächse. Es wächst vorwiegend in Europa, Asien und Nordamerika in Wäldern, an Flussufern und in Feuchtgebieten. 

Es bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden und sonnige bis halbschattige Standorte. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen und hat lanzettliche, behaarte Blätter sowie rosa-violette Blüten.

Weidenröschen enthält Flavonoide, Gerbstoffe, Triterpene und Phenolsäuren. Insbesondere die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften der Flavonoide und Phenolsäuren machen Weidenröschen interessant für die Heilkunde.

Das Weidenröschen war bereits in der Antike bekannt. Dioscurides, der erste Kräuterbuchautor, beschrieb das Weidenröschen als Strauch mit lilienartigen Blättern und rosenähnlichen Blüten. Ein Aufguss der Wurzel solle wilde Tiere zähmen, als Umschlag helfe sie gegen Geschwüre.

In der Volksmedizin wurde Epilobium in späteren Zeiten nur wenig verwendet, auch in den alten Kräuterbüchern ist nicht viel über die Pflanze zu finden. So ging das Weidenröschen etwas in Vergessenheit. Erst durch Maria Treben wurde die Pflanze wieder ins Blickfeld der Naturheilkunde gerückt. Treben empfahl es bei Männerbeschwerden wie der Prostatavergrösserung und ihren Folgen. Die neu gewonnene Popularitat des Weidenröschens führte unter anderem auch dazu, dass die Pflanze wissenschaftlich untersucht wurde. Weidenröschen können ebenfalls als Nahrungsmittel eingesetzt werden. Die jungen Sprossen und Triebe können als Salat oder Gemüse verzehrt werden. Die Pflanze ist reich an Vitamin C und Provitamin A. Besonders bei den Indianern Nordamerikas wurde die Pflanze oft als Nahrungsmittel sowie als Arzneipflanze eingesetzt. Im Osten werden die Blätter als eine Art „Haustee“ getrunken.

Traditionell wird Weidenröschen zur Behandlung von Beschwerden im Zusammenhang mit der Prostata angewendet, wie z.B. gutartiger Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie). Weitere Anwendungen umfassen die Linderung von Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und bei Harnwegsinfektionen, ständigem Harndrang, erschwerter und schmerzhafter Harnentleerung und schwachem Harnstrahl. Wirkt entzündungshemmend und prostatawachstumshemmend.

Weidenröschen wird in der Regel als Tee oder Tinktur angewendet. Für die Zubereitung von Tee wird eine Handvoll getrockneter Weidenröschenblätter mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Die Tinktur kann entweder selbst hergestellt werden oder im Handel erworben werden. Die empfohlene Dosis beträgt in der Regel 3-mal täglich eine Tasse Tee oder 10 bis 20 Tropfen Tinktur.

Es gibt keine bekannten Nebenwirkungen bei normaler Anwendung von Weidenröschen. Personen, die jedoch allergisch auf bestimmte Pflanzen reagieren, sollten vorsichtig sein und gegebenenfalls Rücksprache mit einer medizinischen Fachperson halten. Schwangere und stillende Frauen sowie Kinder sollten Weidenröschen nur nach Rücksprache mit einer Fachperson anwenden sollten.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden verspüren, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson. Bei Fragen oder Anregungen sind wir gern für Sie da:


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