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Vitamin K

Vitamin K

Das übersehene Talent: Von der Blutgerinnung über Herz-Kreislauf-Gesundheit bis zur Hormonregulation. Vitamin K, ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, bleibt oft im Schatten seiner bekannteren Nährstoff-Geschwister wie Vitamin C oder Vitamin D. Dennoch ist seine Rolle im menschlichen Körper von entscheidender Bedeutung.

Was ist Vitamin K?

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das in zwei Hauptformen vorkommt: K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon). Es spielt eine Schlüsselrolle bei der Blutgerinnung, der Knochengesundheit und hat möglicherweise weitere gesundheitsfördernde Funktionen, die erst allmählich entdeckt werden.

Der Name Vitamin K stammt von dem deutschen Wort "Koagulationsvitamin", da es ursprünglich mit seiner Funktion in der Blutgerinnung in Verbindung gebracht wurde. Es wurde erstmals in den 1920er Jahren entdeckt, als Forscher feststellten, dass eine Ernährung ohne ausreichendes Vitamin K zu Blutgerinnungsstörungen führt.

Vitamin K1, auch bekannt als Phyllochinon, kommt hauptsächlich in grünem Blattgemüse vor und spielt eine entscheidende Rolle bei der Blutgerinnung, indem es die Produktion von Gerinnungsfaktoren unterstützt. Auf der anderen Seite ist Vitamin K2, oder Menachinon, in tierischen Produkten wie Leber, Eigelb und fermentierten Lebensmitteln wie Käse zu finden. Es ist verantwortlich für die Regulierung des Kalziumstoffwechsels, was sich auf die Knochengesundheit sowie die Vorbeugung von Arteriosklerose auswirken kann. Obwohl beide Formen wichtig sind, haben sie verschiedene Schwerpunkte und Effekte im Körper, die durch eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielzahl von Quellen ausgeschöpft werden können.

 

Vitamin K ist in einer Vielzahl von natürlichen Quellen vorhanden. Grünes Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl und Brokkoli sind reichhaltige Quellen für Vitamin K1. Vitamin K2, dagegen, findet sich in fermentierten Lebensmitteln wie Käse und Sauerkraut sowie in tierischen Produkten wie Leber, Eigelb und Butter.

Top 10 Quellen von Vitamin K1:

  1. Grünkohl (600-900 µg)

  2. Spinat (400-600 µg)

  3. Brokkoli (100-150 µg)

  4. Petersilie (150-250 µg)

  5. Kohl (50-70 µg)

  6. Rucola (250-500 µg)

  7. Chicorée (200-400 µg)

  8. Salat (100-150 µg)

  9. Feldsalat (200-400 µg)

  10. Spargel (30-50 µg)

Top 10 Quellen von Vitamin K2:

  1. Natto (1100 µg)

  2. Hartkäse (Gouda, Brie) (um 50-80 µg)

  3. Leber (Rind, Huhn) (5-15 µg)

  4. Eigelb (15-20 µg)

  5. Butter (10-15 µg)

  6. Gänseleber (15-25 µg)

  7. Hühnerfleisch (2-4 µg)

  8. Rinderhackfleisch (2-4 µg)

  9. Schweinefleisch (2-4 µg)

  10. Fisch (Makrele, Lachs, Sardinen) (10-60 µg)

Die Bioverfügbarkeit von Vitamin K variiert je nach Quelle. Tierische Produkte enthalten tendenziell mehr Vitamin K2, das vom Körper besser aufgenommen wird als K1. Die empfohlene Tagesdosis von Vitamin K liegt bei etwa 120 μg für Männer und 90 μg für Frauen.

 

Wirkungen von Vitamin E auf den menschlichen Körper

Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle im menschlichen Körper, indem es die Blutgerinnung reguliert und sicherstellt, dass Wunden ordnungsgemäss heilen können. Darüber hinaus ist es essenziell für die Knochengesundheit, da es bei der Aktivierung von Proteinen hilft, die den Kalziumstoffwechsel regulieren und somit die Festigkeit der Knochen unterstützen. Zusätzlich zu diesen Hauptfunktionen gibt es zunehmende Hinweise darauf, dass Vitamin K auch einen positiven Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit und möglicherweise die Hormonregulation haben kann.

  • Blutgerinnung: Vitamin K ist für die Synthese von Gerinnungsfaktoren im Blut verantwortlich, ohne die Wunden nicht richtig heilen könnten.

  • Knochengesundheit: Es hilft bei der Aktivierung von Proteinen, die an der Regulation des Kalziumstoffwechsels beteiligt sind, was für starke Knochen von entscheidender Bedeutung ist.

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Es könnte eine Rolle bei der Vorbeugung von Arteriosklerose spielen, da es den Kalziumabbau in den Arterien fördert.

  • Hormonregulation: K2 könnte eine Rolle bei der Unterstützung der Insulinempfindlichkeit spielen und so das Risiko von Diabetes verringern.

Bestimmte Bevölkerungsgruppen benötigen möglicherweise mehr Vitamin K als andere. Neugeborene haben oft einen vorübergehenden Vitamin K-Mangel, der mit einer Injektion ausgeglichen wird. Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten ihren Vitamin K-Status überwachen, da es die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen kann.

Ein Mangel an Vitamin K kann zu unkontrollierten Blutungen, schlechter Knochengesundheit und einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Mangelerscheinungen, Nebenwirkungen und Verträglichkeit:

Vitamin K ist im Allgemeinen sicher und gut verträglich. Es gibt keine Berichte über toxische Effekte bei einer hohen Aufnahme durch Nahrungsmittel, da der Körper überschüssiges Vitamin K gut verarbeiten kann und es nur begrenzt im Körper gespeichert wird. Allerdings kann eine übermässige Aufnahme von Vitamin K durch Nahrungsergänzungsmittel oder Injektionen in medizinischen Situationen zu Problemen führen.

Besonders bei Menschen, die blutverdünnende Medikamente wie Warfarin oder Aspirin einnehmen, kann ein plötzlicher Anstieg der Vitamin K-Aufnahme die Wirkung dieser Medikamente abschwächen und zu unerwünschten Blutgerinnungsproblemen führen. Daher ist es wichtig, die Einnahme von Vitamin K-reichen Nahrungsergänzungsmitteln mit einem Arzt abzustimmen, insbesondere wenn solche Medikamente verwendet werden. Im Allgemeinen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass durch eine normale Ernährung ein schädlicher Überschuss an Vitamin K entsteht.

Vitamin K, oft im Schatten anderer Nährstoffe, spielt eine zentrale Rolle in vielen lebenswichtigen Prozessen im Körper. Von der Blutgerinnung über die Knochengesundheit bis zur möglichen Vorbeugung von Krankheiten hat Vitamin K einen bemerkenswerten Einfluss auf unsere Gesundheit. Eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielzahl von Quellen, die von grünem Blattgemüse bis zu fermentierten Lebensmitteln reichen, kann dazu beitragen, einen angemessenen Vitamin K-Status zu gewährleisten und langfristig von den vielfältigen Vorteilen dieses unterschätzten Nährstoffs zu profitieren.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden verspüren, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson. Bei Fragen oder Anregungen sind wir gern für Sie da:


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