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Silizium

Silizium

Ein essenzieller Mikronährstoff mit bemerkenswerten strukturellen und funktionellen Eigenschaften für Menschen. Silizium ist ein essenzielles Spurenelement, das für den menschlichen Körper von grosser Bedeutung ist. Es ist ein chemisches Element mit dem Symbol "Si" und der Ordnungszahl 14 im Periodensystem.

Was ist Silizium?

Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element in der Erdkruste und spielt eine entscheidende Rolle bei verschiedenen biologischen Prozessen. Silizium ist ein Halbmetall und kommt in der Natur in verschiedenen Verbindungen vor. Es ist ein wichtiger Bestandteil vieler Mineralien und Gesteine, wie beispielsweise Quarz, Sand und Granit. In der Erdkruste ist Silizium weit verbreitet und macht etwa 27 % der gesamten Erdkruste aus. Es ist auch in verschiedenen Pflanzen und Tieren enthalten, da es durch die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangt.

Silizium ist ein graues, glänzendes Halbmetall mit einer hohen Härte und einem spröden Charakter. Es ist ein guter Wärme- und Elektrizitätsleiter und findet in der Elektronik- und Solarindustrie breite Anwendung. Die Siliziumverbindungen bilden die Grundlage für viele Materialien, die im täglichen Leben verwendet werden, wie Glas, Keramik und Silikone.

Die Geschichte von Silizium reicht bis in die Antike zurück. Bereits die alten Ägypter und Römer verwendeten Glas, das aus geschmolzenem Quarzsand hergestellt wurde, für verschiedene Zwecke, wie zum Beispiel für Fensterscheiben und Schmuckstücke. Im 20. Jahrhundert spielte Silizium eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Elektronikindustrie und führte zur Entwicklung von Transistoren und Mikrochips, die die Grundlage für moderne Computer und Technologien bilden.

Natürliche Quellen von Silizium

Silizium kommt in verschiedenen Formen in der Natur vor, insbesondere in Silikatmineralien. Die besten Quellen für Silizium sind:

  1. Sand und Kies: Sand und Kies sind reich an Siliziumdioxid (SiO2), einer der häufigsten Verbindungen von Silizium in der Erdkruste.

  2. Quarz: Quarz ist das am meisten vorkommende Silikatmineral und besteht hauptsächlich aus Siliziumdioxid.

  3. Granit: Granitgesteine enthalten einen hohen Anteil an Silizium und sind eine wichtige Quelle für dieses Spurenelement.

  4. Pflanzen: Silizium kommt auch in verschiedenen Pflanzen vor und kann durch eine siliziumreiche Ernährung aufgenommen werden.

  5. Wasser: Trinkwasser kann ebenfalls Spuren von gelöstem Silizium enthalten.

 

Die Bioverfügbarkeit von Silizium aus pflanzlichen Quellen ist im Allgemeinen höher als aus anorganischen Quellen. Organisches Silizium, das in Pflanzen vorkommt, wird in der Regel besser vom Körper aufgenommen und genutzt.

Siliziumreiche Nahrungsmittel-Quellen (in absteigender Reihenfolge):

  1. Reismehl: Etwa 100 g Reismehl enthalten etwa 500-1.500 mg Silizium.

  2. Haferflocken: Etwa 100 g Haferflocken enthalten etwa 100-800 mg Silizium.

  3. Hirse: Etwa 100 g Hirse enthalten etwa 300-600 mg Silizium.

  4. Gerstengras: Etwa 100 g Gerstengras enthalten etwa 300-600 mg Silizium.

  5. Grüne Bohnen: Etwa 100 g grüne Bohnen enthalten etwa 200-500 mg Silizium.

  6. Bananen: Eine durchschnittliche Banane enthält etwa 10-20 mg Silizium.

  7. Avocado: Eine Avocado enthält etwa 10-20 mg Silizium.

 

Wirkung von Silizium auf den menschlichen Organismus

Silizium ist an verschiedenen Körperfunktionen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Menschen. Zu den wichtigsten Funktionen von Silizium gehören:

  • Knochen und Bindegewebe Silizium ist ein wesentlicher Bestandteil von Knochen, Knorpel und Bindegewebe und trägt zur Struktur und Festigkeit dieser Gewebe bei.

  • Hautgesundheit Silizium unterstützt die Kollagenproduktion und fördert die Elastizität und Festigkeit der Haut, was zu einer gesunden Hautstruktur beiträgt.

  • Haare und Nägel Silizium ist wichtig für die Gesundheit von Haaren und Nägeln und kann zu stärkeren und gesünderen Strukturen beitragen.

  • Immunsystem Silizium kann das Immunsystem stärken und die Abwehrkräfte des Körpers unterstützen.

  • Stoffwechsel Silizium ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt und kann den Energiestoffwechsel fördern.

 

Der Siliziumbedarf kann je nach Alter, Geschlecht und Lebensstil variieren. In der Regel beträgt der tägliche Siliziumbedarf für Erwachsene etwa 20-50 mg. Schwangere und stillende Frauen haben einen leicht erhöhten Bedarf, da sie auch den Bedarf ihres Kindes decken müssen.

Mangelerscheinungen und Nebenwirkungen

Ein Mangel an Silizium ist selten, da dieses Spurenelement in vielen Lebensmitteln vorkommt. Allerdings kann ein Mangel zu Problemen mit Haut, Haaren, Nägeln und dem Bindegewebe führen. In einigen Fällen wurden Mangelerscheinungen auch mit einem erhöhten Osteoporoserisiko in Verbindung gebracht.

Silizium ist im Allgemeinen gut verträglich und es gibt keine bekannten Nebenwirkungen bei einer normalen Aufnahme über die Ernährung. Eine übermässige Zufuhr von Silizium durch Nahrungsergänzungsmittel kann jedoch zu unerwünschten Effekten führen. Eine übermässige Einnahme von Siliziumpräparaten kann Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden und Durchfall verursachen. Es ist daher wichtig, die empfohlenen Tagesdosen zu beachten und keine übermässigen Mengen an Silizium einzunehmen.

 

Die Verträglichkeit von Silizium als Nahrungsergänzungsmittel kann auch von individuellen Faktoren abhängen. Menschen, die zu Nierenproblemen neigen oder bereits bestehende Nierenfunktionsstörungen haben, sollten besonders vorsichtig sein, da eine übermässige Siliziumzufuhr die Nieren belasten könnte. Es ist ratsam, vor der Einnahme von Siliziumpräparaten oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln immer eine medizinische Fachperson zu konsultieren, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen zu besprechen.

Silizium ist ein essenzieller Mikronährstoff ist, der eine wichtige Rolle für die Gesundheit des menschlichen Organismus spielt. Es unterstützt die Struktur von Knochen, Haut, Haaren und Nägeln und ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Eine ausgewogene Ernährung mit siliziumreichen Lebensmitteln kann dazu beitragen, den täglichen Siliziumbedarf zu decken. Nahrungsmittel wie Reismehl, Haferflocken, Hirse und grüne Bohnen sind besonders Quellen für das Element.

Die Entdeckung und die vielfältigen Anwendungen von Silizium haben die Geschichte der Menschheit geprägt und werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Das Verständnis der Bedeutung von Silizium für den menschlichen Körper und die gesundheitlichen Auswirkungen von Siliziummangel sind entscheidend, um die optimale Gesundheit und Lebensqualität zu gewährleisten. Eine vernünftige Zufuhr von Silizium über die Nahrungsmittel ist die beste Möglichkeit, von den zahlreichen Vorteilen dieses wichtigen Mikronährstoffs zu profitieren.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Beschwerden verspüren, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson. Bei Fragen oder Anregungen sind wir gern für Sie da:


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